Strände, Strände und noch einmal Strände - verbunden mit wogenden Reisfeldern und dichten Kokos-Hainen. Als wäre dieses Stückchen Erde von Designern der Tourismus-Broschüren erfunden worden.

Ein wirkliches Paradies.

Durch das heiße Klima und den nassen Monsunen ist das Land unendlich fruchtbar und eine üppige, tropische Vegetation schießt aus dem Boden.

Bei der Reiseplanung sollte man schon auf den "Fahrplan" der Monsune achten. So wird die Westküste während des Südwest-Monsun (Mai bis September) reichlich begossen und an der Ostküste kann es von November bis Februar schon einmal recht stürmisch werden und den Himmel Endlos-Grau einfärben.

Zu dem komfortablen Wohlstand kommen die Menschen durch die Landwirtschaft - hier gedeiht Reis, Gummibäume, Rambutans, Mangotinen, Durians, Orangen und Milliarden von Kokosnüssen. Abgerundet werden die Einnahmen durch die Fischerei und dem Mineralabbau. So sind die Menschen hier stolz und freiheitsliebend.

Die Bevölkerung hier - ein bunter Mischmasch unterschiedlicher Landsmannschaften. So haben sich zum Beispiel die Chinesen in der Nähe der Erzminen niedergelassen, Moslems im Grenzgebiet zu Malaysia.

Die wohl populärsten Regionen des Südens sind die zahllosen Inseln und Strände mit ihrem tropischen Idyll. Viele kennen von Süd-Thailand wirklich kaum mehr. Dabei gibt es im Landesinneren noch viel urwüchsigen Dschungel, zumeist in Nationalparks. Oder man trifft im Banthat-Gebirge auf "Ureinwohner" der malaiischen Halbinsel, wie die scheune Sakai, die ihren Unterhalt als Sammler und Jäger bestreiten.

Neben einem reinen Strandurlaub kann man Tauchen, Schnorcheln, Radtouren machen oder sich mit Felsketterei beschäftigen und die Natur genießen. Auch gibt es einige Golfplätze, die sich auf Weltniveau bewegen. Die Möglichkeiten Land und Leute kennen zu lernen sind unglaublich vielfältig.

Auch im Süden waren wir jetzt schon häufiger - lernen aber bei jeder Reise wieder etwas neues kennen. So wird jeder Urlaub wieder zu einem kleinen Abenteuer.

     
     
 
 
     
     

Ko Samui

Es sei vorweg genommen - wir waren das letzte Mal 1995 auf Ko (Insel) Samui. Vielleicht ist dieser Teil daher etwas verklärt und entspricht nicht mehr den heutigen Gegebenheiten.

So wie wir uns an die Insel erinnern, eine wahre Trauminsel - die Hauptinsel eines Archipel von ca. 80 Inseln im Südwesten Thailands. Im Innern der Insel findet man von dichtem Wald bedecktes Hochland. Die Strände glänzen mit weißen Sand, kristallklarem Wasser und Palmen im Hintergrund - geradewegs einem Traum entsprungen. Wir haben uns damals ein Hotel an der Choeng Mon Beach gesucht. Damals ein ruhiger Strand, abseits von jeglichem Trubel. Man konnte sehr gut Schnorcheln - direkt vom Strand aus. Einige kleine Restaurants - einer baute nur ein paar Tische am Strand auf, sorgten für die kulinarischen Genüsse. Wie wir aktuellen Reiseführern entnehmen, ist das heute nicht mehr ganz so. Wir erinnern uns gerne an die Lieder, die der Restaurantbesitzer direkt am Strand uns vorgesungen hat - und an den guten Kaffee (meist mit Schuss).

Die Inselhauptstadt Nathon war eine kleine, gemütliche Stadt. Hier legten und legen die Fähren und Expressboote an.

Am Ufer von Lamai Beach gibt es große Felsen, die faszinierendsten sind der großer Vater- und großer Mutter-Felsen ( Hin Ta / Hin Yai), die wegen ihrer an Sexualorganen erinnernden Formen bekannt sind.

Big Buddha Beach liegt östlich von Bophut und hat seinen Namen von der zwölf Meter hohen Statue, die draußen auf einer kleinen, mit Samui über einen Damm verbundenen Insel sitzt. Die Statue gehört zum Ko Fan Tempel, der der Mittelpunkt dieses Bereiches ist.

Der Wat Phra Yai und Big Buddha -
das Zuhause von Ko Samui´s berühmtesten Denkmal, dem großen Buddha. Die bloße Größe und die Schönheit dieser bemerkenswerten Statue ist zu bestaunen. Die 15-Meter hohe goldene Statue eines sitzenden Buddha wurde 1972 von der lokalen Gesellschaft aufgebaut, um Besuchern einen Platz zu geben, Buddha Respekt zu bezeugen.

Beeindruckend fanden wir den Hin Lad Wasserfall. Er kann über einen drei bis vier Kilometer langen Fußmarsch erreicht werden. In einem immergrünen Regenwald mit Palmen und Kriechtieren hat der Wasserfall mehrere Stufen und einem kühlen Pool für ein Bad in frischem Wasser.

Dies nur einige Highlights der Insel, es gibt noch viele mehr. Man kann auf der Insel wirklich mehr unternehmen, als nur am Strand zu liegen.

Natürlich machten wir auch einen Schnorchelausflug. Ganz toll - der Besuch des Angthong Marine Nationalparks. Als das Boot etwas von Samui entfernt war, verblüffte uns - wie später bei anderen Inseln auch - man sah keine Hotels mehr. Einfach gut in die Landschaft eingpaßt. Um Touristen unterzubringen muss man also nicht die Strände zu betonieren. Zurück zum Nationalpark. Ein smaragdgrüner Salzsee, bekannt unter dem Namen Tale Nai (Binnensee) auf Ko Mae Kok ist vielleicht die größte landschaftliche Sehenswürdigkeit, die zu genießen eine harmlose aber sich absolut lohnende Kletterpartie erfordert. Natürlich kann man auch in dieser Gegend hervorragend Schnorcheln - Tauchen, wenn man es denn kann, ist bestimmt noch schöner.

Mal sehen, wann wir noch einmal die Insel besuchen. Ob sich wirklich soviel geändert hat?

     
     
 
 
     
     

Khao-Sok-Nationalpark ( Chieo-Lan-See)

Der Khao-Sok-Nationalpark, mittlerweile meistbesuchte Park Südthailands, wurde 1980 gegründet. Beeindruckend sind die dicht bewachsenen Kalksteinhöhenzüge. In Art's Riverview Lodge kommt man gut unter, die Lodge hat eine traumhafte Lage direkt am Fluss. Gegen Abend kommt gerne eine Horde Affen an den Fluss und klaut alles was nicht Niet- und Nagelfest ist. Besonders beliebt, Handtücher von Touristen, die sich im Fluss erfrischten.

Man kann Wanderungen durch den Dschungel machen, z. B. zu verschiedenen Wasserfällen.

Die Crew aus der Lodge kann bei der Realisierung eines Ausfluges zum Chieo-Lan-See behilflich sein. Es handelt sich hier um einen künstlichen See, entstanden durch den Bau des Rachabrapah Staudammes. Viel Natur wurde durch den Bau zerstört, viel neue Natur ist entstanden. Der See gilt als wichtiges Trinkwasserreservoir. Übernachten kann man in so genannten "Floating-Bungalows". Eine wirklich tolle Erfahrung (wenn man zu zweit in den "Bungalow" geht, nicht auf dieselbe Seite stellen - es wird dann Nass).

Die meisten Anlagen haben Kanus bereit stehen, am frühen Morgen oder am Abend kann man so wunderbar Vögel beobachten. Von hier kann man noch einen tollen Ausflug zur Namtaloo-Höhle machen. Durch die Höhle fließt ein Fluss, den man beim Durchgang folgt. Teilweise muss man die Höhle durchschwimmen. Die Führer stellen Taschenlampen bereit, man sollte aber seine eigene mitnehmen (eine gute Taschenlampe gehört bei uns zur Standartausrüstung, wenn wir auf Reisen gehen).

Chieo-Lan-See und Floating-Bungalows

Weg zur Namtoloo-Höhle

Namtoloo-Höhle

Den Abend verbrachten wir mit spielen. Die Ranger, die auf der Station leben, zeigten uns wie man sich ohne Fernseher oder anderem Entertainment-Technik herrlich mit einem einfachen Rest Geschenkband beschäftigen kann. Es war ein wirklich lustiger Abend. Der Sonnenaufgang beim See - uns fehlen die Worte diese Schönheit zu beschreiben. Mangels Dusche fand ein Bad (ohne Seife) im See statt - herrlich, nach dem aufwachen in ca. 28°C warmen Wasser zu plumpsen.
     
     
 
 
     
     

 

 

Trang (und Umgebung)

Die chinesisch geprägte Provinzhauptstadt verdankt ihren Wohlstand dem Kautschukhandel. Viele Familienbetriebe gewinnen diesen Rohstoff, Trang ist der Umschlagplatz dieser Ware. Aufgrund eines erwarteten Touristenstromes wurden einige Luxushotels gebaut. Da dieser Touristenstrom aber ausgeblieben ist, findet man für schmales Geld hervorragende Unterkünfte.

Von der Buddha-Statue auf dem Hügel hinter dem Bahnhof hat man einen schönen Blick über die Stadt. Die Mönche im dazugehörigen Tempel fragten uns völlig aus. Was macht ihr so in Thailand? Was kennt ihr? Was macht ihr in Deutschland? usw., usw. ... Vergleiche wurden gezogen und über das für und wieder gewisser Dinge gesprochen. Dazu gab es warme Kokosmilch mit Honig.

In der Umgebung von Trang kann man den Khao Chong Nationalpark besuchen. Uns reizte allerdings mehr die so genannte "Straße der Wasserfälle". Wenn man in Phattlung am KM 53 nach Süden abbiegt, kann man gleich mehrere Wasserfälle erreichen, die von der Banthat-Bergkette gespeist werden. An einem trafen wir eine Schulklasse. Die Jungs beeindruckten die Mädchen durch gewagte Sprünge von den Felsen. Nach einiger Zeit überwiegte bei einigen jungen Leuten die Neugierde und man kam und fragte woher wir denn kämen. Um es kurz zu machen, es wurde ein lustiger Nachmittag.
       
     
     
 
 
     
     

Ko Lanta

Mit vollem Namen heißt die Insel ja Ko Lanta Yai. Noch heute leben Seezigeuner auf der Insel, von deren Vorfahren der Name Lanta stammt. In vielen Dörfern wohnen muslimische Fischer, die Kaufleute der Insel sind überwiegend chinesischer Abstammung. Ganze 67% der Insel sind durch geschützten Wald bedeckt. Die Südspitze von Ko Lanta wurde 1990 samt den umliegenden Gewässern in einen National Park umgewandelt.

Man kommt mit dem Boot oder mit einer Fähre auf die Insel. Als Selbstfahrer haben wir die Fähre genommen, die abenteuerlich wirkte. Die Straßen beanspruchen das Fahrzeug, wie auch den Fahrer, extrem - wir empfehlen ein Allrad-Fahrzeug.

Obwohl es schon sehr viele Bungalowanlagen gibt, hat Ko Lanta etwas Beschauliches. Im Moonlight Bay Resort (zu unserer Zeit noch ohne Pool und neu eröffnet) kann man wunderbar den Sonnenuntergang genießen.

Wir erkundeten die zwei Höhlen Tham Kao Mai Kaeo (unbedingt Führer nehmen) und Tham Sua. Den Weg von der Straße zu den Höhlen überbrückten wir jeweils auf einen Elefanten. Schmale Gänge (teilweise muss man auf dem Bauch kriechen) verbinden wunderschöne Säle mit Stalagmiten und Stalaktiten.

Natürlich durfte ein Bootsausflug mit Schnorcheln in der wunderschönen Andamanensee nicht fehlen. Einige der Kalksteinfelsen, die aus dem Meer ragen sind innen hohl und man kann bei Ebbe zum Mittelpunkt schwimmen - was für eine Idylle!

Vom Boot aus mag man kaum glauben, dass ein großer Teil der Küste Ko Lantas bebaut ist. Man versucht wirklich Naturbewusst zu bauen. Wer nicht den großen Touristenströmen folgen mag, ist auf Ko Lanta bestens aufgehoben.

Fähre nach Ko Lanta - ein Abenteuer für sich.

Moonlight Bay Resort - hier wird man so richtig verwöhnt. Richtig Spaß hatten wir bei der Musikauswahl. Laut Chefin des Resorts war schwere Klassik angesagt - die Gäste standen aber eher auf Bob Marley oder Simon & Garfunkel zum Sonnenuntergang.

Eine lustige Bootsfahrt mit Schnorcheln. Auch der kaputte Motor, der auf hoher See repariert wurde, brachte uns nicht aus der Fassung.

Einige Strände der Insel und ein kleiner Einblick in die Welt der Mangroven.

So schön kann ein Sonnenuntergang auf Ko Lanta sein.

1. Höhlenwanderung mit anschließenden Garnelen fangen (das Tier haben wir wieder frei gelassen).

2. Höhlenwanderung mit anschließendem Marsch durch den Dschungel.
     
     
 
 
     
     

Strand von Hua Hin

Hauptstrasse

 

Elefantenritt

Hua Hin

Einer der erste Badeorte Thailand, welcher heute noch bei der königlichen Familie beliebt ist. Nur ca. 188 km von Bangkok entfernt, gut zu erreichen. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie bis Malaysia wurde der Ort verkehrsgünstig erschlossen. Der Königsfamilie wurde ein eigener kleiner Bahnhof gebaut - gleich neben dem eigentlichen Bahnhof. Prinz Purachatra war Generaldirektor der staatlichen Eisenbahnlinie und ließ 1921, nach europäischem Vorbild, das Railway Hotel bauen (heißt heute Sofitel Central). Noch immer ein sehr schönes Hotel.

Ein Tropenparadies ist Hua Hin aber nicht. Palmen sucht man am 6 km langen, von Felsen durchzogenen, Strand vergebens. Vielmehr sieht man viele Hochhäuser, alles Spekulationsobjekte mit Apartments. Wahnsinnig viele, vor allem Deutsche, Pauschaltouristen tummeln sich in Hua Hin und viele "Westler" haben sich den Ort als Altersruhesitz ausgesucht. Von der Umgehungsautobahn merkt man auf der sechsspurigen Durchgangsstraße nicht so viel, obwohl tatsächlich eine Menge Verkehr umgeleitet wird.

Die Restaurants sind fast gänzlich auf europäischen Geschmack aufgemacht, streng nach Nationalität getrennt. Nur noch auf dem Nachtmarkt kann man annähernd thailändisches Flair genießen - und entsprechende Speisen.

Richtung Süden, 6 km am Strand entlang kommt man zu den Takeap-Felsen. Eindruckvoll auf einer Klippe, direkt am Meer, gibt es einen Tempel mit aggressiven Affen. Der Blick ist wirklich schön (schade - die Hochhäuser).

So ca. 65 km westlich von Hua Hin kommt man zu dem wunderschönen Pala-U-Wasserfall. Im schönen, eindrucksvollen Dschungel plätschert der Wasserfall über viele kleine Stufen. In den meisten der kleinen Becken gibt es eine ganze Menge Fische (Fischfutter kann man am Parkeingang kaufen). Hunderte von Schmetterlinge in allen Farben und Formen beleben die Badebecken zusätzlich. Auch bei den Einheimischen ist dies ein beliebter Badeplatz. Auf dem Weg zum Wasserfall gibt es noch eine kleine Station, hier kann man Elefantenreiten machen (hat aber nichts mit einem echten Elefanten-Treck zu tun, wie man ihn Andernorts in Thailand findet.

Tempel bei Takeap

Den Aufenthalt am Pala-U-Wasserfall haben wir mal wieder sehr genossen (einige Jahre vorher waren wir hier schon einmal). Schade, als wir ziemlich weit oben angekommen waren, find es an zu regnen - wie aus Eimern. Baden brauchten wir dann nicht mehr, der Weg hinunter war ganz schön rutschig. Gut, wir hatten Kleidung zum wechseln mit - so konnten wir trocken wieder den Weg nach Hua Hin antreten.