Und wieder einmal in Thailand!

Aus Laos kommend, wollten wir noch einige Tage einfach nur am Strand liegen. Das ging aber nicht, ohne eine Nacht in Bangkok zu verbringen. So kamen wir mal wieder in die turbulente Stadt, wenn auch nur für eine Nacht.

Den neuen Flughafen hatten wir schon bei unserem Zwischenstopp auf dem Weg nach Laos erleben dürfen. Gaaanz schön Groß - dieser Flughafen. Trotzdem fanden wir uns gut zurecht. Das Gepäck aufgenommen, Taxi gesucht und ab ins Hotel.

Als das Taxi so über den neuen Express-Highway in die Stadt fuhr, kamen uns Erinnerungen an unseren ersten Besuch der Stadt 1993.

Was war das für ein Chaos auf den Straßen. Deutlich erinnerten wir uns an die schlechte Luft, den ohrenbetäubenden Lärm, wenn hunderte von Motorrädern anfahren, sobald die Ampel auf grün geht.

Heute nun überall die Express-Highways, die sich scheinbar übereinander türmen. Der Skytrain, der die Menschen quer durch die Stadt bringt.

Gut, ein Luftkurort ist Bangkok noch immer nicht, wird es wohl auch nicht werden. Aber mit dem, was wir die ersten Besuche über sahen, rochen und erlebten hat die Stadt auch nicht mehr viel zu tun.

Es ist halt eine riesige, moderne Metropole. Anziehungspunkt für Millionen von Menschen und eines der wichtiges Wirtschaftszentrum in Südostasien.

Wir wollten wenigsten ein wenig in der Stadt bummeln. Es war der letzte Tag des Songkran und wir waren gespannt, was uns so alles erwarten würde.

Unseren Strandurlaub wollten wir auf Koh Chang verleben. Uns wurde berichtet - eine wunderschöne Insel. Auf dem Weg nach Hause sollten wir noch einmal eine Nacht in Bangkok verbringen.

 
 

Wir fanden ein ganz tolles Zimmer im Lebua-State-Tower. Es ging rauf in den 62. Stock - was für eine Aussicht! Unglaublich dieser Blick über die Stadt. Durch den wenigen Verkehr aufgrund der Feiertage sogar relativ frei vom Smog. Es gibt sogar für jedes Zimmer einen Balkon. Dieser wird aber erst aufgeschlossen, nachdem man unterschrieben hat, dass man nicht runter springen wird. Natürlich unterschrieben wir und konnten den Ausblick genießen.

Nachdem wir diesen Blick reichlich genossen hatten, ging es dann in die Stadt.

Ach ja, es war ja der letzte Tag von Songkran - dem traditionellen Neujahrsfest. Heute ist es datiert auf den 13. bis 15. April, während es in der Vergangenheit immer zur Frühlingstagundnachtgleiche stattfand. Das Wort Songkran stammt aus den Sanskrit und bezeichnet den Übergang der Sonne von einem Tierkreiszeichen in das nächste. Als Vorbereitung auf das Fest wird alles geputzt und gewienert. Am ersten Tag des Festes geht es dann mit der ganzen Familie in einen Wat und es werden Früchte, Reis und andere Speisen geopfert. Nachmittags werden dann die Buddha in den Tempeln mit Wasser gereinigt - auch die mitgebrachten Buddha von zu Hause. Songkran ist also ein Fest der Säuberung und Erneuerung. So tragen Gläubige auch kleine Mengen von Sand in die Tempel. Dort wird der Sand zu kleinen Pyramiden aufgehäuft und mit bunten Fähnchen geschmückt. Dies soll den Staub wieder an seinen Ursprungsort zurück bringen, den die Gläubigen während des Jahres an ihren Schuhen haftend aus dem Tempel entfernt haben.

Die Jüngeren besuchen die älteren Familienmitglieder. Als Zeichen des Respekt wird eine kleine Menge, mit Jasminblüten versetztes Wasser, über die Hände gegossen. Mittlerweile haben sich die rituellen Waschungen zu wahren Wasserschlachten entwickelt. Ganze Straßen werden regelrecht "abgesperrt" - keiner kommt ohne Dusche davon. Auf den Straßen fahren offene Wagen mit Wassertonnen, damit die Wasserpistolen, Eimer und Flaschen immer wieder nachgefüllt werden können. Außerdem wird man mit Puder oder Talcum bestäubt oder im Gesicht bemalt. Am Abend gerieten in das Gebiet um Padpong. Hier war eine Straße weitläufig abgesperrt und eine gigantische Wasserschlacht mit viel Musik im Gange. Eine enorme Stimmung. Vornehmlich waren tausende junge Menschen unterwegs und veranstalteten eine Party. Auch wenn wir Nass bis auf die Knochen waren, ziemlich weiß vom Talcum - uns hat es auch Spaß gebracht. Sollte einer unserer Leser während dieser Zeit im Lande sein - kein Handy, Fotoapparat oder ähnliches mitnehmen, es sei denn, alles ist Wasserdicht eingepackt. Aber keine Angst - alle sind freundlich, aber halt sehr ausgelassen.

Nach erheblich zu wenig Schlaf ging es dann am nächsten Morgen zum Badeurlaub. Auf dem Heimweg verbrachten wir dann noch einmal eine Nacht im Lebua-State-Tower. Dieses Mal besuchten wir auch die Bar im 64. Stock des Turms. Ja - der Ausblick war noch schöner als von unserem Zimmer. Hier haben wir dann genüsslich unseren Urlaub ausklingen lassen.

     
     

Badeurlaub auf Koh Chang. Chang = Elefant - diesen Namen hat die Insel weil ein Berg von einem bestimmten Blickwinkel aus, so aussieht wie ein Elefantenkopf. Auch der Grundriss der Insel auf einer Karte erinnert an einen Elefanten. Wir hatten die Information erhalten, hier kann man eigentlich noch ganz entspannt Urlaub machen.

An der Ostküste von Thailand gelegen, nahe der Grenze zu Kambodscha, ist Koh Chang nach Phuket die zweitgrößte Insel Thailands. Als Teil des Meeresnationalparks Mu Ko Chang besteht die Insel zu 70 % aus noch ungestörtem und zusammenhängenden Tropenwald - nur noch selten in Südostasien anzutreffen.

Die Trauminsel der Backpackers ist die Insel mittlerweile nicht mehr. Obwohl die meisten Besucher Thais sind, die über das Wochenende oder über die Feiertage die Insel besuchen, wird die Zahl der Nicht-Thai-Besucher von Jahr zu Jahr größer. Viele der kleinen Resorts werden geschlossen und luxuriösere Unterkünfte gebaut. Die Straße führt noch nicht ganz um die Insel, aber halt fast.

Wir sind mit dem Flugzeug von Bangkok nach Trat geflogen. Am Flughafen warten schon eifrige Helfer, die die Urlauber per Minibus auf die Fähre bringen, bis ins Hotel. Die Strecke wird auch durch zahlreiche Linienbusse abgedeckt - eigentlich bietet jedes Reisebüro in Thailand den Trip an.

Trotz der steigenden Touristenzahlen herrscht eine ruhige und entspannte Atmosphäre auf der Insel. Es gibt ausgezeichnete Strände an denen man stundenlang spazieren gehen kann. Beliebt sind die Wasserfälle, an denen man auch viele Einheimische treffen kann. Wir erkundeten die Insel mit dem Motorrad und entdeckten viele kleine, verträumte Buchten. In Küstennähe befinden sich einige schöne Korallenriffe. So kann man teilweise vom Strand aus schnorcheln gehen.

Auf unseren Trips mit dem Motorrad kamen wir an einigen Mönchsklöstern vorbei. Sehr schön war der mehrstündige Ritt auf einem Elefanten mit anschließendem, gemeinsamen Bad. Leider war zum Ende der Trockenzeit (was für ein Wunder), fast jeder Fluss ausgetrocknet. So waren die Wasserfälle auf eine ganz andere Art faszinierend.

Der Höhepunkt eines Insel-Urlaubes ist die Fahrt durch den Meeres-Nationalpark mit Stopp an einigen der vielen Inseln. Natürlich geht es häufig zum schnorcheln. Wie immer, das Eintauchen in die Unterwasserwelt, eine Entdeckung ohne gleichen. Eigentlich möchte man gar nicht mehr aus dem Wasser heraus. Hier sahen wir riesige Muscheln und natürlich Fische ohne Ende.

Wir bekamen eine tolle Unterkunft am White Sand Beach. Einer der größten Strände und einer der am meist besuchten. Leider haben wir feststellen müssen, das sich diese Beliebtheit mehr als Negativ auf Restaurants etc. auswirkt. Wie gesagt, unsere Unterkunft war sehr schön. Aber die Strände etwas weiter Richtung Süden - da bekommt man dann doch die thailändische Gastfreundschaft zu spüren - vor allem auch das gute Essen.

 

Schnorcheln - ein Traum rund um Koh Chang. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Hier eine Zusammenstellung von ein paar Bildern.

 

Discover the Earth 2008