Die Indonesier nennen ihre Heimat Tanah Air - Land und Wasser.

Kein Wunder, besteht das Land aus mehr als 13600 Inseln (manchmal werden auch 17000 angegeben), von denen ca. 6000 besiedelt sind. Jede mit eigenen kulturellen, historischen, wirtschaftlichen und geographischen Eigenheiten. Mit einer Länge von 5400 km würde Indonesien, auf Europa übertragen, von Spanien bis zum Ural reichen. Drei Zeitzonen kann man durchreisen, mehr als 360 Sprachen werden gesprochen. Das Land besteht aus 27 Provinzen - jede hat die Größe eines mittleren europäischen Staates.

Klimatisch zeichnet sich das Land durch eine hohe, gleichmäßige Temperatur, hoher Luftfeuchtigkeit und relativ großen Niederschlagsmengen aus. Dies schafft hervorragende Bedingungen für die landwirtschaftliche Nutzung des Landes.

Indonesien liegt an einem Schnittpunkt, an dem drei große Teile der Erdkruste aufeinander stoßen. So gibt es ca. 200 Vulkane von denen ca. 60% noch aktiv sind.

Das Archipel, gelegen an dem Seehandelsweg zwischen Arabien, Indien und China, war über Jahrtausende hinweg offen für Einflüsse von außen. Buddhistische und hinduistische Reiche wurden gegründet. Seit dem 13. Jahrhundert konnte der Islam Fuß fassen, Kaufleute kamen aus Indien und Arabien ins Land.

Heute sind die meisten Indonesier Muslime. Nur auf Bali leben überwiegend Hinduisten.

Im 16. Jahrhundert gründeten erst die Portugiesen, dann die Spanier Niederlassungen und Missionsstationen. Doch die Holländer verdrängten mit der Etablierung der "Vereinigten Ostindischen Compagnie" diese Eroberer sehr bald. Nach dem Bankrott der Compagnie übernahm die holländische Regierung das Gebiet, bekannt als "Niederländisch Indien".

Die Republik Indonesien wurde am 17. August 1945 ausgerufen, aber erst am 27. Dezember 1949 entließen die Niederlande das Land in die Selbstständigkeit.

Aufgrund der enormen Größe des Landes kann man es auf keinen Fall während eines Urlaubs von 3 bis 4 Wochen zur Gänze bereisen. So entschlossen wir uns in der ca. 11 Mio. großen Hauptstadt Jakarta zu starten. Wir beschränkten uns auf Java und Bali.

 

 

 

Nach rund 16 Stunden Flug via Singapore kamen wir dann in der Hauptstadt des bevölkerungsmäßig fünft größten Landes der Welt, mit mehr als 7 Mio. Einwohnern, an - Jakarta. Am Flughafen organisierten wir uns ein schönes Hotel in der Stadt, dann ging es mit dem Taxi dorthin. Uns ist aufgefallen, es gab nur vereinzelt Hochhäuser (Stand 1996), überwiegend waren die Gebäude ein- und zweistöckig. Irgendwie sah alles recht planlos aus, die Leute wohnen einfach überall. So konnten wir vom Hotelfenster weitere Hochhausbauten sehen, am Fuße des Hotel dann selbstgebaute Hütten - Kontraste pur.

Natürlich schauten wir uns in der Stadt um, aber warm geworden sind wir mit diesem Moloch nicht. O.k. - wir mögen auch nicht so gerne große Städte. So konzentrierten wir uns darauf, ein Auto anzumieten um die Stadt schnellstmöglich zu verlassen.

Uns zog es zunächst nach Bandung - Stadt der Blumen. Ist man erst einmal dem Verkehrschaos von Jakarta entkommen, fährt man ca. vier Stunden mit dem Auto. Fast 700 Meter über dem Meeresspiegel liegend, von allen Seiten durch hohe Gipfel umgebend, eine kühle Alternative zur Hauptstadt.

Mir war die Stadt als Zentrum der Textilindustrie Indonesiens bekannt. Bandung selbst besticht durch seine charmante koloniale Atmosphäre durch holländische Bauten aus den zwanziger und dreißiger Jahren. Ansonsten hat die Stadt selbst kaum Sehenswürdigkeiten.

Wir suchten uns in der Nähe ein kleines Hotel. Wahrlich - hier bekamen wir die erste 100%ig gekachelte Garage zu sehen. Interessanter fanden wir, den "Wohnsitz der Götter" zu bestaunen. Die nahe gelegenen Vulkankegel zogen uns an. Wir fuhren zum Tangkuban Prahu - das "gekenterte Boot".

Die Serpentinen winden sich hoch bis zum Kraterrand auf 1830 Meter. Touristisch erschlossen, muss man sich erst einmal durch die Souvenierstände kämpfen. Hier schon fällt uns bei den Händlern eine gewisse Aggressivität auf, die nicht von Vorteil ist. Aber am Kraterrand angelangt, mit aufziehenden Nebelwolken - die genauso schnell verschwinden wie sie kommen - wirken die Wege durch die Vegetation fast mystisch.

Man kann in den Krater hineinsteigen - Steine in allen Farbschattierungen begleiten einen. Die Schwefelgase sind allerdings nicht so angenehm. Für uns ging ein schöner Tag zu Ende. Unsere Reise sollte weiter gehen.

On the Road .....

Nach diesen, ersten Eindrücken sollte es jetzt auf den "üblichen" Touristenpfaden weiter gehen. Yogyakarta war unser nächstes Ziel. Obwohl erst 1755 gegründet, liegt die Stadt in der Mitte der als Mataram bekannten Gegend. Hier entstanden die ersten javanischen Großreiche. Das Gebiet ist äußerst fruchtbar und erreicht eine Bewirtschaftungsintensität die ihres gleichen sucht. So ernährt in manchen Gegenden 1 Quadratkilometer bis zu 2000 Menschen.

Der 1. Hauptanziehungspunkt war für uns das rund 42 Kilometer von Yogyakarta entfernte Borobudur. Diese sagenumwobene Stupa wurde schon 300 Jahr vor Angkor Wat und rund 200 Jahre vor Notre Dame, zwischen 778 und 856, erbaut. Nur 100 Jahre nach Vollendung des Borobudur wurde dieser, wie ganz Zentraljava, von der Bevölkerung verlassen. Der Mt. Merapi brach aus und bedeckte auch die Anlage mit Asche, die den Tempel ein Jahrtausend lang verbarg.

Erst 1814 kamen bei einem Besuch in Semerang dem englischen Vizegouverneur von Java, Thomas Stamford Raffles, Gerüchte zu Ohren, wonach es in der Nähe von Megelang einen Berg von buddhistischen Steinskulpturen gab. Er beauftragte den Militär-Ingenieur, H.C.C. Cornelisu, der Sache nachzugehen. Dieser entdeckte eine kleinen, mit Bäumen und Buschwerk zugewachsenen Hügel, auf dem sonderbarer weise Hunderte, von behauenen Steinblöcken aus Andesitgestein verstreut waren. Daraufhin ließ er die Bäume roden und eine Erdschicht entfernen. So wurde deutlich, unter der Oberfläche befindet sich ein ausgedehntes Bauwerk.

Der Borobudur wurde freigelegt, war dann aber bis zu einem Jahrhundert Plünderungen und Missbrauch ausgesetzt. Steine wurden von Dorfbewohnern entliehen, und große Mengen wertvoller Skulpturen endeten als Schmuck in den Gärten der Mächtigen.

Zwischendurch gab es einige Versuche das Bauwerk zu retten. Aber erst 1973, nachdem sich die UNESCO eingeschaltet hatte, begannen ernst zu nehmende Sanierungsarbeiten. So wurden unter anderem 1 300 232 Steinblöcke auseinander abgetragen, katalogisiert, instand gesetzt und alles wieder zusammen gesetzt.

 

Es wurde nie die wahre Bedeutung des Borobudur als religiöses Bauwerk entschlüsselt. Man schätzt, dass dreißigtausend Steinschleifer und Bildhauer, fünfzehntausend Träger und Tausende von Steinmetzen das Bauwerk errichtet haben.

Wir begegneten hier, als einige der wenigen Touristen zu diesem Zeitpunkt, einer Schulklasse. Die Schüler hatten die Aufgabe ihr Englisch aufzupolieren. So wurde uns die gesamte Geschichte Buddhas, welche in den Wänden eingemeißelt wurde, erläutert. Tausend Fragen zu unserer Kultur wurden gestellt. So erlebten wir hier eine tolle Zeit, an die wir uns gerne erinnern.

Von diesem buddhistisch geprägten Tempel ging es dann weiter nach Prambanan. Viele halten diesen hinduistisch geprägten Tempelkomplex für einen der schönsten Javas. Auch diese, um das Jahr 856 fertiggestellte Anlage, wurde kurze Zeit später wieder verlassen und verfiel. Seit 1918 ist man mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Erst 1953 wurde das Hauptgebäude des Komplexes fertiggestellt. Da viele Steine als Baumaterial für Häuser und Straßen in der ganzen Umgebung genutzt wurden, wurde die Restaurierung extrem erschwert und die korrekte Zuweisung aufgefundener Materialien bereitete extreme Probleme. So werden nur Gebäude aufgebaut, von denen mindestens 75% der ursprünglichen Steine vorliegen. So kann man von vielen kleineren Schreinen kaum mehr als die Grundmauern erkennen.

Auch diese Anlage wurde 1991 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Immerhin gilt die Anlage als eine der größten hinduistischen Tempel in Südostasien. Die hohe und spitze Bauform, die typisch für hinduistische Tempel ist, und die strenge Anordnung zahlreicher Einzeltempel um das 47 m hohe Hauptgebäude in der Mitte, sind charakteristisch für einen Hinduisten-Tempel. Es gibt acht Hauptschreine oder -tempel, die von mehr als 250 Einzeltempeln umgeben sind. Die drei größten Schreine, Trisakti = drei heilige Orte, sind den Göttern Shiva (der Zerstörer), Vishnu (dem Bewahrer) und Brahma (dem Schöpfer) geweiht.

Leide wurde 2006 die Tempelanlage bei einem Erdbeben schwer beschädigt. Einige Wochen lang war die Anlage geschlossen, es wurden schwere strukturelle Schäden an den großen Schreinen festgestellt. Es laufen Renovierungsarbeiten, wie genau die entstandenen Schäden behoben werden sollen steht noch offen.

Das nächste Reiseziel sollte der Mt. Bromo im Tengger-Semeru-Nationalpark sein. Auf dem Weg dorthin machten wir eine Nacht Station in Surabaya. Die Verhandlungen in dem 5 Sterne Hotel, welches sein Pre-Opening hatte, werden wir nie vergessen. Eigentlich war für ein solch tolles Hotel der erste Preis schon o.k. - aber irgendwie wirkte ich wohl hippelig - was auch stimmte, ich musste dringend auf die Toilette. An der Rezeption wurde das "Hippelige" aufgefasst, als wäre ich mit dem Preis nicht einverstanden. So hatten wir letztendlich ein wunderschönes Luxuszimmer - und haben fast nichts bezahlt.

Wir genossen also unsere Nacht im Luxushotel, gleich morgens ging es dann weiter zum Mt. Bromo. Wir schlängelten uns die 2300 Meter hoch bis zum Kraterrand. Direkt am Rand gab es ein kleines Hotel - wir nahmen das 1. Klasse Zimmer. Es unterschied sich von allen anderen dadurch, dass es warmes Wasser gab. Ansonsten bestand es aus Bambuswänden und einem Dach mit zwei Betten drin. Nachts wurde es dann extrem kalt - was für ein Wunder auf dieser Höhe. Um es etwas gemütlicher zu machen, funktionierten wir unsere leeren Wasserflaschen zu Wärmflaschen um. Heißes Wasser rein - und gut.

Um 3.30 h war die Nacht dann schon zu Ende. Es ging den Berg hinauf bis zu einem tollen Aussichtspunkt. Was für ein Erlebnis. Erst konnten wir den Mond untergehen sehen, einen Sternenhimmel hatten wir - davon können wir im lichtverschmutzten Europa nur träumen. Dann ging die Sonne auf - dieses Farbenspiel werden wir wohl nie vergessen. Der Vulkan Semeru, der sich langsam aus der Dunkelheit abzuzeichnen beginnt und alle zwanzig Minuten eine gigantische Rauchwolke ausstößt, können wir nicht oft genug fotografieren.

Nach Sonnenaufgang ging es dann den Berg hinunter und hinein ins Sandmeer - direkt zum Krater. Man kommt sich vor, wie auf einen anderen Planeten, wenn man durch den dunklen Sand auf die Erhebung in der Mitte zugeht. Einen Teil legten wir auf dem Rücken von Pferden zurück.

Eine unwirkliche und doch traumhaft schöne Gegend. Bedingt durch das frühe Aufstehen, hatten wir dann so gegen 10.00 h eigentlich schon ein "Tagewerk" hinter uns gebracht. Es zog uns jetzt wieder ans Meer.

Jetzt wollten wir Java verlassen und unser Weg führte uns nach Bali - Insel der Götter. Von Ost nach West verläuft eine Kette von Vulkanen, die von den Gipfeln des Mt. Batur und des Mt. Agung überragt werden. Von Nord nach Süd ziehen sich tiefe Schluchten. Der Boden ist außerordentlich fruchtbar, der Nordwestmonsum bringt reichlich Regenfälle. Die Balinesen haben sich schon immer die Gaben der Natur zunutze gemacht. Noch am steilsten Hang werden Terassenfelder angelegt. Jeder fruchtbare Fleck wird durch ein kunstvolles System von Aquädukten, Dämmen und Schleusen, das schon seit Jahrhunderten funktioniert und von subaks, dörflichen Arbeitsgemeinschaften, betrieben wird, bewässert. Die Ernten sich reichlich.

Die Balinesen sehen ihre Umwelt mit religiösen Augen. Reiche Ernten werden Dewi Sri zugeschrieben, der Göttin des Reis und der Fruchtbarkeit. In den Bergen wohnen gute Geister, im Meer lauern dunkle und feindliche Mächte. Die Welt der Menschen liegt zwischen diesen beiden Extremen. Daher ist in Bali jedes Haus, jedes Dorf und wurde jedes Königreich entlang der Achse zwischen Meer und Bergen ausgerichtet.

Die Balinesen haben auch ihre eigene Schöpfungsgeschichte: Als die Erde als menschliche Wohnstätte geeignet war, besprach sich der große Lehrer Batara Guru mit seinem anderen Ich über die Notwendigkeit und Beschaffenheit des Menschen. Sie beschlossen, in einen Wettstreit miteinander zu treten und Modelle aus Ton zu formen. Jeder von beiden gab zu, dass er dabei experimentiere und verspottete jeweils die Bemühungen des anderen. In der Tat ging so mancher Versuch daneben: Die ersten Menschen kamen zu hell aus dem Brennofen die nächsten waren fast schwarz gebrannt. Erst die nächste Produktion - die Balinesen - waren rundum gelungen und goldbraun. Durch Meditation hauchten Batara Guru und Brahma den Balinesen Leben ein.

In Ketapang nahmen wir die Fähre nach Gilimanuk, dann ging es quer über die Insel bis nach Sanur. Hier suchten wir uns ein festes Quartier für unsere Erkundungen.

Mit einem kleinen Boot ging es zu einer vorgelagerten Insel. Hier gab es so was wie eine Krokodil- und Schildkrötenfarm. Leider war alles eher ungepflegt und die Tiere konnten einem nur leid tun. Das Schnorcheln auf dem Rückweg war schon besser.

Das größte hinduistische Heiligtum Indonesiens, nach der Islamisierung des Landes (lediglich Bali und Lombok wurden nicht einbezogen), ist der in Bali gelegene Tempel Pura Besakih - der "Muttertempel". Die am Fuße des Gunung Agung, einem noch aktiven Vulkan, gelegene Anlage wurde vermutlich im 8. Jahrhundert gegründet. Der Tempel besteht aus über 200 Bauwerken. Die Fürstengeschlechter haben jeweils ihren eigenen Bezirk, Dörfer, Kasten, Sippen verfügen über eigene Tempel oder Schreine, jeweils von einer Mauer umgeben. Die Grundstruktur ist nach der Hindu-Göttertrinität Brahma - Shiva - Vishnu gegliedert. Diesen drei Göttern sind auch die Hauptheiligtümer gewidmet.

Als Nachkommen des Affengenerals Hanuman verehrt, gelten Affen in Bali als heilig. So gibt es einige Affenwälder, wie der bei Sangeh. In den Anlagen gibt es meist noch einen Tempel - Bukit Sari. Die Tiere toben hier in großen Horden herum. Auch wenn man Futter kaufen kann, man sollte es lassen. Die Affen werden an das Futter gewöhnt und werden schnell aggressiv. Lose Teile, wie Brillen oder Badelatschen, sind vor den Tieren auch nicht sicher. Aber keine Angst, ein guter, geschäftüchtiger Geist wird auftauchen und mit etwas Futter die gestohlenen Dinge dem Tier wieder abluchsen. Wie zufällig hat dieser gute Geist ein kleines Geschäft in der Nähe, der dankbare Tourist kauft dann ja auch. Konnten wir gut beobachten.

Nur Tempel sind mit der Zeit dann auch anstrengend. So unternahmen wir auch einen tollen Tagesausflug zur Nusa Penida und Nusa Lembongan. Vor Balis Südostküste liegen diese Inseln. Ähnlich wie auf der Halbinsel Bukit ist die Vegetation auf den zwei Kalksteininseln karg, es wachsen lediglich Mais und Gemüse. Nusa Penida ist eine ehemalige Sträflingsinsel für die in Klungkung Verurteilten. Toya Pakeh (schöner Strand) und Sampalan sind die Hauptorte der Insel. Die Bewohner sind überwiegend Moslems. Die Balinesen halten sich von der Insel fern, denn sie vermuten auf ihr den Riesen Jero Gede Mecaling, der Unglück über Bali bringt. Das einzig Sehenswerte ist die unterirdische, riesige Höhle Goa Karangsari, die unter einem Berg liegt. Nusa Lembongan ist die kleinere der beiden Inseln, sie eignet sich wunderbar für Schnorchelaufenthalt.

Nach dieser Erholung ging unsere Erkundung auf der Insel weiter. Natürlich besuchten wir auch den wohl meist Fotografierten Tempel, den Pura Tanah Lot - den "Meerestempel". Obwohl die wörtliche Übersetzung eigentlich "Land inmitten des Meeres" bedeutet. Ohne Nass zu werden, erreicht man den Tempel nur bei Ebbe. Es ist nur ein kleiner Fußweg über rund gewaschene Steine und feinen dunklen Sand gelangt man zur Felseninsel. Der Eintritt in den eigentlichen Tempel ist nur Gläubigen gestattet. In einer kleinen Höhle am Fuße des Tempelfelsens befindet sich eine Süßwasserquelle, die scheinbar dem Meer entspringt. Sie gilt als heilig und wird ständig von Priestern bewacht.

Nach Tirtha Empul pilgern die Balinesen, um zu opfern und sich in den Badebecken des Tempels einer rituellen Waschung zu unterziehen. Das linke Becken ist für die Männer, das rechte für die Frauen. Gewaschen wird nicht nur der Körper, sondern der ganze Mensch, mit allem, was er an hat. Das heilige Wasser soll von allen Fehlern reinigen, Heilung und Erleuchtung bringen und eine positive Auswirkung auf die nächste Wiedergeburt (Reinkarnation) haben.

Man kann auf Bali auch anderen Beschäftigungen als Tempelbesichtigungen nachgehen. Zum Beispiel eine Rafting-Tour auf dem Ayung River. Die Touren werden in den Touristenzentren angeboten und es gibt sehr gute Veranstalter. Das Equipment hervorragend und die Sicherheitseinweisung einprägend und deutlich. Rolf und ich teilten unser Boot mit einer Gruppe Koreanerinnen. Kaum zu glauben, wir oft wir die aus dem Wasser gezogen haben, so oft sind die reingefallen. An ruhigeren Stellen sind wir mit Absicht rein und haben uns treiben lassen. Der Stop an einem Wasserfall - schön - so eine Naturdusche zu genießen. Wir erlebten einen super Tag bei diesem Rafting-Ausflug.

Ein besonderes Erlebnis, der 11. März /Neujahr 1927 Hari Nyepi
An diesem Tag geht gar nichts, ganz Bali steht still. 24 Stunden absolutes Ausgangsverbot! Ja, alle Gäste mussten im Hotel bleiben, der Strand wurde abgesperrt.

Tja, dann war auch dieser Urlaub wieder vorbei - schade.

Nur eines hat uns in diesem Urlaub gestört. Das man beim Einkaufen handelt - kennen wir. Das einem an den Stränden alles mögliche angeboten wir - kennen wir. Damit gibt es kein Problem. Aber die Hartnäckigkeit, mit der die Händler auf Bali vorgehen, so etwas hatten wir noch nicht erlebt. Ein Nein wird nicht akzeptiert, es wird deutlich gemacht, dass man ausgenommen werden soll - und der geneigte Tourist hat sich dies gefallen zu lassen. Kauft man nicht, kommt es zu wilden Beschimpfungen. Wie schon gesagt, wir Reisen viel herum und haben viel erlebt - aber diese Aggressivität....

Schade, das Land hat zu kämpfen, der Touristenstrom hat nach den Anschlägen nicht wieder angezogen. Dann solche Händler - kein Aushängeschild. Sorry!