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| Bekannt geworden ist Vietnam hauptsächlich durch den leidigen Indochinakrieg im 20. Jahrhundert und den nachfolgenden, unsäglichen "Rambo"-Filmen von Verlierern, die hier ein Mittel fanden sich nachträglich als Sieger zu fühlen. Obwohl der als Vietnamkrieg wegen seiner unerbittlichen Grausamkeit ein düsteres und herausragendes Ereignis darstellt und das Land bis heute mit den Folgen des Kolonialismus zu kämpfen hat, stellt dieser Zeitraum nur eine kurze Episode in der jahrtausende alten Geschichte des Landes dar.
Da in Europa Vietnam eher mit dem Vietnamkrieg, Kommunismus und Armut assoziiert wird, zählt es nicht zu den klassischen Urlaubsländern. Man kann in diesem Land aber Kultur genießen und Abenteuer erleben. Mittlerweile boomt der Tourismus, wenn auch teilweise begründet in einer Art Ausweich-Effekt, der mit den anhaltenden Terroranschlägen in anderen asiatischen Ländern erklärt wird. Vietnam ist ein friedliches Land mit niedriger Kriminalitätsrate. Das heutige Vietnam ist ein Land in Aufbruchstimmung, des Fortschritts und des Wandels. Die jungen Vietnamesen lernen Englisch und interessieren sich ebenso für amerikanische Pop-Kultur, wie in anderen Ländern auch. Die Städte boomen, Baukräne und westliche Leutchtreklamen sind ein Zeichen dafür. Für uns ein Land das nur so auf seine Entdeckung wartet, mit seinen Küsten, Bergen, Regenwäldern, Wasserfällen und den Fluss-Deltas - Naturkulissen von überwältigender Schönheit. |
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| Saigon - Hochiminh City |
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Als "Perle des fernen Ostens" war die Stadt schon vor 1975 weltberühmt. Nach der Vereinigung von Nord- und Südvietnam im Jahre 1976 erhielt Saigon den Namen Ho-Chi-Minh-Stadt. Inswischen hat eine neue Ära mit einer vielversprechenden Zukunft begonnen. Dynamisch, lebendig und sehr attraktiv hat Saigon sich zu einem bedeutenden wirtschaftlichen und industriellen Zentrum von Vietnam entwickelt, immer bereit, Besucher zu empfangen, sei es zu geschäftlichen Zwecken oder als Touristen. Die Harmonie zwischen gothischer und moderner Architektur und das bezaubernde Lächeln der Saigoner ist überzeugend. 1998 feierte Saigon seinen 300. Geburtstag mit vielen fröhlichen Festen.
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Cu Chi |
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Heute sind die Tunnel von Cu Chi nicht nur Symbol für den Widerstand des vietnamesischen Volkes gegen Fremdbestimmung und Unterdrückung, sondern auch eindrucksvolles Beispiel für den neuen Pragmatismus. Gegen harte Dollars kriechen ergraute "Vietcong" gemeinsam mit ihren ehemaligen Feinden durch das riesige unterirdische Labyrinth.
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Tay Ninh - Cao-Dai-Sekte |
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Eine der schillerndsten Religionsgemeinschaften Asiens, wenn nicht sogar der Welt, hat in der Provinzhauptstadt Tay Ninh, an der Grenze zu Kambodscha, ihre Heimat. Graham Greene, von der Sekte und ihrem "Heiligen Stuhl" fasziniert, schauderte wie folgt: "Christ and Buddha looking down from the roof of the Cathedral on a Walt Disney fantasia of the East, dragons and snakes in Technicolor."
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Unterwegs im Mekong-Delta |
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Mit seiner Länge von ca. 4500 km ist der Mekong einer der längsten Flüsse der Erde. Das Quellgebiet liegt im tibetanischen Hochland, dann fließt der Fluss durch China, wird dann Grenzfluss von Myanmar und Lao, durchquert Kambodscha und Vietnam, bis er dann in das Südchinesische Meer mündet. Das Deltagebiet in Vietnam verdient die Superlative - eines der größten Flussdelta der Welt zu sein. Fruchtbar ist das Land hier, dank der Sedimente, die sich im Laufe der Zeit abgelagert haben. Noch heute wächst das Delta um ca. 80 Meter im Jahr. Ein kleines Paradies, in dem es viel zu entdecken gibt.
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Open Tour - Da Lat - Nha Trang - Hoian - Hue |
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Eine gute Möglichkeit Vietnam kennen zu lernen ist die Reise mit einem Open-Tour-Ticket. Open-Tour bedeutet, dass auf festen Routen täglich Busse pendeln, die man zu jedem beliebigen Zeitpunkt und an jedem beliebigen Ort entlang der Strecke verlassen kann. Auf den jeweiligen Teilstrecken werden Stops an den obligatorischen Sehenswürdigkeiten eingelegt. Unterwegs kann man beliebig lange an einem Ort bleiben und dann seinen Weg fortsetzen. Wir hörten zwar von negativen Erlebnissen, unsere Erfahrung war aber durchweg positiv. Wir wurden nicht bedrängt in einem bestimmten Hotel abzusteigen, noch sonst irgendwie ausgenommen, wie von vielen Urlaubern berichtet.
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Phan Thiet |
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Es war an der Zeit sich jetzt etwas zu entspannen und verwöhnen zu lassen. So zog es uns nach Phan Thiet. Die Zugfahrt von Hue bis Phan Thiet war schon ein besonderes Ereignis für sich. Den Express-Zug, den normalerweise Touristen von Hanoi bis Ho-Chi-Minh-City nehmen, konnten wir nicht nutzen.
Ein krönender Abschluß unseres Urlaubes in Vietnam. Man sieht uns hier bestimmt einmal wieder. |
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